Fortbildungen

 

 

Fortbildungen für ausführende Unternehmen von Ausbaumaßnahmen und Gewässerunterhaltung

Wir bieten in Kooperation mit BALI/JAW, den Fachbehörden der Hansestadt Lübeck, dem Wasser- und Bodenverband Ostholstein, dem Gewässer- und Landschaftsverband Herzogtum Lauenburg und der Wasserbehörde Kreis Herzogtum Lauenburg regelmäßig Seminare zur naturnahen Gewässerunterhaltung und Gewässerausbau für ausführende Unternehmen an.

 

An Ausbaumaßnahmen von Fließgewässern und an die Gewässerunterhaltung werden heute  ganz neue Anforderungen gestellt: 

  • Die zu bauenden Elemente sind noch kein Standard und erfordern oft lange Baueinweisung und auch Nacharbeiten.

  • Bei unsachgemäß ausgeführten Unterhaltungsarbeiten besteht die Gefahr des Verstoßes gegen Gesetze des Arten- und Naturschutzes sowie gegen das Wassergesetz.

Das Seminar soll den ausführenden Firmen, möglichst dem Personal im Bagger, theoretische Grundlagen und praktische Erfahrung durch Bauen vor Ort und mit anschaulichen Erklärung bieten. Dieses bedeutet für die Firmen einen Qualitätsvorteil, der sich auch in der Bearbeitungszeit bei der Ausführung von Maßnahmen positiv auswirkt.

 

Das Seminar findet an drei Tagen statt. Jeder Tag besteht aus einem Block mit einer in sich geschlossen Lerneinheit mit Theorie- und Praxisteil, die Blöcke bauen aufeinander auf.

  • 1. Tag 
    - Theorie: Grundlagen zu Unterhaltung, Ausbau, Wasserrahmenrichtlinie (WRRL); Neue Anforderungen an Ausbau und Unterhaltung, Berücksichtigung von Artenschutz und Gewässerentwicklung. 
    - Praxis: geschützte Biotope und Zeigeraten kennen lernen.

  • 2. Tag 
    - Theorie: Wasserrecht, Verbote des Artenschutzes, Gebote der Wasserrahmenrichtlinie, Rechte Dritter; Entwicklung durch Unterhaltung und Initialmaßnahmen. 
    - Praxis: Bau einer Gewässerverschwenkung mit Totholz, Breiten- und Tiefenvarianz entsprechend den heutigen Anforderungen an eine Initialmaßnahme.

  • 3. Tag 
    - Praxis: Einbau von Totholzelementen und Kiesdepots, Überprüfung von Breiten- und Tiefenvarianz sowie Lebensraumfunktionen gem. WRRL.
    - Exkursion: Besichtigung von Initialmaßnahmen und extensiv unterhaltenen Gewässerstrecken.

Nach Abschluss des Seminars wird ein Zertifikat erteilt.

 

 

Fortbildungen für Mitglieder der Wasser- und Bodenverbände

Wir unterstützen den Gewässer- und Landschaftsverband Herzogtum Lauenburg fachlich bei seinen Fortbildungen für Schauleute der Wasser- und Bodenverbände.

 

Lernerfolg am Beispiel Artenkenntnis

Folgende Arten haben die Teilnehmer kennen gelernt und können ihre Bedeutung für Fließgewässer beurteilen:

*Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Gewichtungssumme normalerweise erst nach 3 Probenahmen im Frühjahr, Sommer und Herbst berechnet wird, die Gewichtungssumme nach einer Probenahme ist daher zu niedrig, für die Bille bei Köthel, die Steinau bei Steinkrug und die Linau bei Witzeeze wäre daher eine Bewertung als mindestens "weitgehend naturnah" im Endergebnis zu erwarten.

Indikatorarten gemäß Bewertungsrahmen Fließgewässer in Tabelle farbig hinterlegt, es bedeutet:
gelb = Gewichtung 1 gemäß Bewertungsrahmen Fließgewässer SH
grün = Gewichtung 2 gemäß Bewertungsrahmen Fließgewässer SH
blau = Gewichtung 3 gemäß Bewertungsrahmen Fließgewässer SH

Gewichtungssumme: Aufsummierung der Gewichtungen aller nachgewiesener Indikatorarten, dabei bedeutet:

Gewichtungssumme

Wertzahl

Bewertung

0 - 6

1

extrem gestört

7 - 13

2

erheblich gestört

14 - 23

3

deutlich beeinträchtigt

24 - 34

4

weitgehend naturnah

> 34

5

naturnah